Black Keys – Reviews & Airplays2010

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southern.net05/2010

BOMBEE didn’t rise from the ashes of VOLT and FLU.ID but is a complementary outlet for Boris Kaiser (ex-VOLT-drummer and cajon& keys in Bombee) and Roeder (bass in FLU.ID & CELAN and acoustic guitar in Bombee) to lay focus. With the addition of Alexandre DeF landre and Markus Altmann on cello, Bombee take the challenge of sparse instrumentation leading into suspense and intensity. With two albums already under their belt they now have found their path. Black Keys can be classified as effort by a band that has found what they were looking for in the creation of this record. Joined by Hannah Murray (Ex-A WHISPER IN THE NOISE- and WIVE) on two songs, Black Keys is an acoustic compendium of the highest-quality soulfulness.

musikansich.de05/2010

Wenn man Black keys hört, könnte man nicht denken, dass hier Mitglieder der Krachmacher Volt (Boris Kaiser) und flu.ID bzw. Celan (Philipp Roeder) am Werk sind. Denn was man auf dem dritten Album der Chemnitzer Bombee zu hören bekommt ist alles andere laut und garstig. Nein, das hier ist sogar ziemlich feinsinnig und relativ zurückhaltend. Komplett akustisch mit Gitarre, Cajon, Cello und Stimme eingespielt/gesungen und sparsam arrangiert, wird hier eine recht eigene melancholische Welt im Singer-Songwriter/Folk-Universum geboten. Vergleiche mit dem dunklen Alternative Country von 16 Horsepower oder den letzten Soloalben der Neurosis-Männer Scott Kelly und Steve Von Till kann man hier durchaus ziehen. Der Gesang Alexandre de Flandres erinnert bisweilen auch ein Stück an den Indierock von Madrugada. Bombee konzentrieren sich musikalisch aufs Wesentliche und verbreiten tiefe Emotionen. Nicht nur einmal geht die Musik der Band unter die Haut. Vor allem der Gesang und die Cellotöne entfalten hier voll ihre Wirkung. Auf zwei Songs werden Bombee in dieser Hinsicht auch von Geigerin Hannah Murphy (Wive, ex-A Whisper In The Noise) unterstützt. Die mittlerweile zum Quartett angewachsene Band hat mit Black keys ihre eigene Sprache gefunden die fasziniert. Die Platte umhüllt den Hörer hypnotisierend wie ein Schneegestöber, strahlt aber auch eine wohlige Wärme aus. Die Musik ist wunderschön, aber nicht so einfach wie sie scheint. Man muss schon genau hinhören, damit sich die meist recht ähnlich klingenden Songs komplett entfalten.

elektrolurch.com06/2010

Auf das Wesentliche reduzierten Dark-Singer/Songwriter-Folk zelebrieren Bombee auf ihrem neuen Album "Black Keys", wobei Teile der Mannschaft in der Vergangenheit musikalisch schon ganz anders in Erscheinung getreten sind. So konnten Boris Kaiser (Cajon, Keys) und Philipp Roeder (Gitarre) bereits mit Volt, flu.ID und Celan akustische Fußstapfen hinterlassen. Ergänzt durch Alexandre DeFlandre (Gesang) und Markus Altmann (Cello) zeigen sie sich nun in einem anderen Soundgewand, welches aber nicht weniger spannend ist. So bekommen wir mit Bombee kleine, ruhige Songs geboten, die wie zarte Pflänzchen sich ruhig im Wind bewegen, während am Horizont eine dunkle Gewitterfront aufzieht. Auf "Black Keys" erscheint diese Gewitterfront mit dem Track "G", der die träumerische Idylle jäh durch einen kurzen, aber kräftigen Postrock-Ausbruch inklusive Black Metal-Shouts unterbricht. Dies ist allerdings nur eine kurze Zäsur, ansonsten dominiert eine melancholische Sanftheit das Geschehen. Besonders der Einsatz des Cellos macht sich im Gesamtsound der Band bezahlt, verleiht es den Songs doch eine gewisse Eigenwilligkeit. Ansonsten ist es vor allem die Akustikgitarre, die die Stücke prägt. Dazu kommt der Gesang von Alexandre DeFlandre, der mich aber nicht immer ganz zu überzeugen weiß. Wer auf akustische, folkbeeinflusste Mucke steht und auch schon mal die Namen 16 Horsepower/Wovenhand gehört hat, der sollte "Black Keys" mal antesten, wenngleich Bombee deren Klasse noch nicht ganz erreichen.

music-scan.de06/2010

Musiker, die sich bereits bei Volt, flu.ID und Clean verdingten, haben mit BOMBEE ein neues Outlet geschaffen, das musikalisch deutlich ruhiger orientiert ist. Im Vorprogramm von A Whisper In The Noise und Wive konnte sich das Quartett aus Chemnitz bereits erste Sympathien erspielen. Die defensive und bedächtig instrumentierte Anlage des Bandsounds bietet ja auch ausgewiesenes Identifikationspotenzial. Cello, Gitarre und Kistentrommel (Cajon) bilden einen fragilen musikalischen Unterbau, der die ideale Plattform für die sanften, leicht melancholisch wirkenden Vocals bildet. BOMBEE sind Stilästheten, die niemals mehr versuchen, als es sich gehört, und die ihr Songwriting mit gewachsener, selbstkritischen Musikalität betreiben. Weniger ist bei den Sachsen mehr. Entlang dieser Maßgabe entwickelt sich „Black Keys“ als intime, persönliche Platte zwischen Akustik-Rock, Singer/Songwriter-Avancen, Anti-Pop, Folk und etwas AltCountry. Die immense Breite der zwölf Kompositionen verwehrt es, die Songs von BOMBEE weiter herunter zu brechen. Überschaubarer Input führt bei den Chemnitzern nicht dazu, dass sie sich leicht greifen lassen. Die Fokussierung auf große Emotionen und intime Atmosphären zieht alsbald in ihren Bann und schon ist man „Black Keys“ verfallen.

Vice-Magazin06/2010

Gerade hatte ich mich gefreut, dass mir endlich mal jemand das neue Album der Black Keys zugeschickt hat, da merke ich gerade noch rechtzeitig, dass ich einem heimtückischen Täuschungsversuch anheim gefallen bin. Gut, dann nutze ich den Rest der Rezension eben, um etwas Werbung für meine neue Platte zu machen. Sie ist meiner Mutter gewidmet, wird Lady Gaga heißen und hoffentlich nur durch Kollateralverkäufe an ahnungslose Teenager die Charts stürmen. 6 von 10

crazewire.de06/2010

„You Can't Judge A Book By It's Cover", wusste schon Bo Diddley. Im Falle von Bombee darf man sich daher weder vom sonderbaren Bandnamen, noch dem Umstand in die Irre führen lassen, dass deren jüngstes Album bei den Post-Punk- und Noise-Speziealisten Exile On Mainstream Records erscheint. Dieses Trio hat mit Krach nur peripher zu tun und widmet sich auf „Black Keys" lieber der Lautstärke der Seele. In der ungewöhnlichen Besetzung Gitarre, Cello und Cajon finden Bombee ihr Heil, leben die Liebe zum Spätwerk von Johnny Cash, Bonnie „Prince" Billie oder 16 Horsepower aus. Alternative Country trifft auf morbiden Folk und vereint sich zu einer dunkel schillernden Melange. Ab und an, etwa beim Opener „Feel When You Fail" oder im melancholischen Titeltrack, kann man zudem einen Hauch altmodischen Emo nicht leugnen. Vom beschwingten „The Favourite" sowie dem holprigen Folk von „Wasted Time To Say" über das bedrohliche, kurz dann doch ein wenig wütende „G" bis zum großen „Funeral Walk" und schließlich zum ausufernden Zehn-Minuten-Abschluss „Hold Me Tight" weben Bombee eine dichte Atmosphäre, die leider in einigen Momenten in der Lo-Fi Produktion ihre Grenzen aufgezeigt bekommt. Allerdings muss sich die Band die Frage gefallen lassen, ob ein Dutzend Songs wirklich knappe 70 Minuten dauern muss. Über die volle Distanz geht so leider ein wenig die Sogwirkung der düsteren Scheibe verloren. Ein unerwartetes Detail sei kurz vor Schluss offenbart, nämlich der Umstand, dass dieses Trio doch tatsächlich aus der Musikmetropole Chemnitz stammt. Da verzeiht man am Ende das durch seine Unterkühlung leicht deplatziert wirkende Artwork und das arg gequälte Stück „Pending Room" nur zu gerne. Bombee beweisen mit Album Nummer drei, dass Sachsen mehr zu bieten hat, als Rechtsradikalismus und hübsche Mädchen, die dort auf den Bäumen wachsen.

glitterhouse.com06/2010

Akustischer Folkrock mit deutlichem Noir-Einschlag und ungewöhnlicher Instrumentierung. Die Band aus Sachsen lebt zum einen von der charismatischen Stimme von Sänger Alexandre DeFlandre, dessen dunkles Timbre für einen gewissen Darkwave-Touch sorgt. Neben einer immer präsenten Akustikgitarre ist das dominierende Instrument bei Bombee allerdings das Cello von Markus Altmann. Auch eher ungewöhnlich: die Band verzichtet auf konventionelle Drums, stattdessen bedient Boris Kaiser ein Cajon, also diese erstaunliche klangstarke Holzkiste, auf der der Trommler sitzend klopft. Dazu kommt gelegentlich eine Gastvioline, was der Band zusätzliche dramatische Tiefe verleiht. Letztlich geht es auf diesem dritten Bombee-Album um dunkel-romantischen Folk-Pop voller Schwermut, selbst wenn der eine oder andere Song auch einen gewissen Laidback-Americana-Vibe aufweist. Für die eher dunklen Träume. (Joe Whirlypop)

flight13.com06/2010

Jetzt die Dritte, diesmal on * Exile on Mainstream: Bombee+ ist eine Dark-Akustik-Pop-Band aus Chemnitz, bestehend aus De Flandre, rOeder (auch Flu.ID, Celan) und Kaiser (Volt, Shit & Shine). Sie touren regelmäßig in ganz Europa, unter anderem 2007 mit A Whisper in the Noise. Deren ehemalige Violinistin Hannah Murray begleitete Bombee+ nun auch auf ihrer Scheibe. Hart sie bei der Hitze im Sommer 2010 zu hören; auch nicht erstaunlich, dass die Band sich im Winter im kargen Walde ablichten lässt. Dunkle Wintermusik, zart und reif, schaurig schön und melancholisch anrührend. Very nice