BEACHBOYS BACK FROM ANCHORAGE11/2006
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| VisionsOliver Uschmann // Nr.170 Mai 2007
Jenseits von Gut und Böse steht das Trio Bombee+, dass mit der Rückendeckung des Lokal-Labels Home Sweet Home in einer Hütte der Hohensteiner Provinz mit "Beachboys Back From Anchorage" ein Album roh, karg und warm wie Kaminholz gezimmert hat, das mit elektronischem Knistern den Exkurs in künstlerische Freiheit beschließt.
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| www.disagreement.netLex Thiel
They may come from East Germany, but the three-piece Bombee+ is deeply influenced by American singer/songwriter music. That’s not so uncommon for a German band, but Bombee+’s minimalist approach is rather special after all. Beachboys Back From Anchorage was recorded within one week, and it shows. Vocals, guitars and drums are present, but there is for instance no bass guitar, a sad fact which takes some power out of the songs. That would still be something I could live with, but very often the band loses itself in instrumental meditations, making the album feel like a soundtrack for some dusty road movie, and not like a proper songs album after all. When Bombee+ try to sound like a band, they come very close to Mark Lanegan (Screaming Trees) or Howe Gelb (Giant Sand), but East Germany isn’t the Great Plains, and incidentally the Karl-Marx-Stadt based band always sounds like a light version of their idols. Especially the vocals never match the gravelly prophet of doom mentality we have come to admire from so many gloomy Americana artists. When the album ends with a seven minute collage, we realise that Bombee+ actually only offered half an hour of music, and even that half hour wasn’t even the nourishment we wanted. There is potential in this band, but up until this moment they still know how to hide it very well. If Bombee+ concentrate on more concise songwriting on a future album, they should be able to nearly double their score next time. Let’s hope they do it!
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| x-Fanzine
Ein Cajon ist so ein kastenförmiges Schlaginstrument, auf dem der Musiker sitzt, während er draufhaut. Dieses Instrument und eine Akustikgitarre bilden das musikalische Gerüst für die Songs der Band mit dem geheimnisvollen "+" im Namen. Zusammen mit der flüsternden bis raunenden Stimme von Sänger De Flandre spinnt das Trio düstere und missmutige Singer/Songwriter-Balladen, die ein faszinierendes Flackern erzeugen. Ich denke, so etwas muss dabei herumkommen, wenn die Musik, wie hier geschehen, innerhalb einer Woche an einem stillen Ort entsteht. Einzig der Song "Seven steps to dance" fällt mit seiner verzerrten Gitarre und dem Schlagzeug aus dem Konzept heraus. Atmosphäre hat das Ganze jedenfalls, und wer sowohl ein bisschen Schwermut über knapp vierzig Minuten ertragen kann als auch auf akustische Musik steht, der sollte sich das Debütalbum der drei Chemnitzer wirklich mal anhören. (37:19) (6) (Christian Meiners)
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| Flight13
Ein Trio (u.a. von Funky Chicken Mann, Volt, Shit & Shine, Fluid), das klingt wie ein Mann; wie ein unrasierter, bärbeißiger, verschlossener Mann, der nur mit seiner Gitarre (und Cajon) umherreist und Stories sucht, Stories die er vertont, rauh und spartanisch (oder seine Vergangenheit hinter sich lassen will, wie einem amerikanischen Roadmovie Plot). 10 Songs: Eine variationsreiche, meist warme Stimme begleitet von zwei Saiteninstrumenten, die zupfen und schrammeln können, mal virtous mal reduziert auf das nötigste. Melancholische Musik, keine romantisierende Lagerfeuer Mucke, eher in der Americana Tradition mit eindeutigen Rock-Hintergrund. Zwischen Fullbliss, Iron & Wine und William E. Whitmore (mit dem man auch auf Tour ist) - sehr schön.
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| Stadtstreicher-Magazin
Diese Platte ist ganz grosses Kino! Was die drei Chemnitzer in nur einem Jahr aus ihrem Nebenprojekt gebastelt haben, liegt sehr weit von dem Hörerlebnis der hiesigen Szene entfernt. Stark beeinflusst von Madrugada, wirft der Sound von BOMBEE+ den Blick gen Stockholm. Die eigentlichen Wurzeln des Musikertrios sind gar nicht mehr zu erkennen, spielen sie doch auch bei VOLT, FLUID oder FUNKY CHICKEN MAN. Wie ausgewechselt kommen sie auf ihrem Debüt zu Wort. Das klingt ein wenig, als hätten Bright Eyes noch während den Aufnahmen zu "Pablo Honey" ausgerechnet Thom Yorke für einige Songs gekidnappt und den Gesang 50:50 mit den heutigen Two Gallants geteilt. Wo letztere den Verstärker auf ganz laut drehen, fahren diese Jungs die Geschütze ein und präsentieren eine Platte für die kalte Jahreszeit. Die muss man haben!
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| 371-Magazin
Sich zurückziehen und Stille Einkehr halten lassen, ist ein Vorgang, der verschiedenste Auswirkungen haben kann und Spuren hinterlässt. Manchmal auch keine. Im Falle von BOMBEE+ jedoch, die sich im Winter für eine Woche in eine Holzhütte abseits jeder weltlichen Hektik einquartierten, ist das Resultat ein Album von 10 Titeln, das vor allem durch seine warme Produktion und Schlichtheit besticht. Gitarre, Stimme und Cajon genügen um abseits jeglicher Lagerfeuerromantik und Countryreferenzen, dafür aber mit der Liebe zum einfachen Lied eine Atmosphäre zu erzeugen, die einen in die Arme nimmt und gleichzeitig einen Hauch von Schwere verströmt. Diese Strandjungs sind keine Leichtmatrosen und ihr Debüt "Beach Boys Back From Anchorage" hält genau jenes zwiespältige Gefühl von Angekommen-Sein und Weiter-Wollen in der Schwebe, das von Ankerplätzen irgendwie auszugehen scheint.
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| www.schallplattenmann.de
Lagerfeuer-Indie und andere musikalische Eichhörnchenblicke – Alle(s) so schön traurig hier? Roeder (g), De Flandre (voc) und Der Kaiser (cajon), die sonst eher laut sind, haben für ihr ungewöhnliches Album "Beachboys Back From Anchorage" Romantik, Lagerfeuer – und mit etwas Verzögerung – den New Sound of Silence entdeckt. An einem schlechten Tag könnte man höchstens über die Stimme des Sängers stolpern. Mit Ausnahme von "Seven Steps To Dance" (einem ruppigen Instrumentalstück) und "Back From Anchorage" sind es sieben sentimentale Songs mit Eichhörnchenblick, die aus dem Nichts kommen und irgendwie auch wieder dorthin zurückkehren. Da ist nichts spektakulär und soll es auch nicht sein. Die kleine Form zählt. Bei Bombee+ macht dies sowohl Sinn als auch Spaß. Entfernungen werden nur im Innenraum zurückgelegt. Lagerfeuer ist ja in der Regel kein Action-Rummelplatz und hat auch viel mit in Flammen starren und sich selbst finden (wollen) zu tun. Die wunderbaren acht Minuten des Outros "Piets House" sind dann sowohl sehr experimentell, als auch ganz großes Ohrenkino für jene unter uns, die die Frühstücksseite von Pink Floyds "Ummmagumma" auch dann noch liebten, als man ihnen das Album längst geklaut hatte.
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| www.alternativnation.de
Straßenstaub und Lagerfeuerasche – Drei Musiker. Stimme, Gitarre und Cajon. Das reicht. Bombee+ haben Mut zur Reduktion. Hier werden weder viele Worte noch Akkorde verschwendet. Einfachheit regiert und Gitarrist Roeder setzt sein Instrument manchmal mehr repetitiv und rhythmisch ein als melodiös. Klingt die Gitarre doch melodiös, dann klar und einfach, die Tonfolgen werden wiederholt, die Songstruktur zieht sich durch, unspektakulär aber unbeirrt, könnte man sagen. De Flandres Gesang kommt mal monoton, mal gefühlig dazu, meist düster, melancholisch, untermalt von der sanften Perkussion von Der Kaiser am Cajon. Die drei Chemnitzer bestechen nicht durch große Arrangements, nicht durch ihr Songwritertalent, nicht durch ihre instrumentalen Fertigkeiten. Aber eines beherrschen sie: Das Erzeugen einer bestimmten Stimmung. Die Stimmung von Musikern am Straßenrand, die noch nicht wissen, wohin sie weiterziehen. Die Stimmung im Morgengrauen, am erloschenen Lagerfeuer, nach der Feier, vor dem nach Hause gehen. Die seltsame Stimmung des dazwischen, des nicht mehr da aber noch nicht dort Seins. Ankerplatzstimmung eben, die Melancholie der Heimatlosen. Bombee+ haben einen ort- und zeitlosen Soundtrack für das Innehalten zwischen Tag und Nacht, Start und Ziel geschaffen. Wer sich in so einer örtlichen oder zeitlichen Nische wieder findet, wird aus den zehn einfachen Songs auf Beachboys Back From Anchorage viel heraushören. Redaktionswertung: 7/10
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| www.noisy-neighbours.com
Und wieder mal tritt ein neues, interessantes Label auf den Plan. Diesmal beheimatet in Sachsen, genauer Hohenstein-Ernstthal. Der Grundgedanke dahinter ist so einfach wie löblich: DIY, enge, auf Gleichberechtigung basierende Zusammenarbeit mit den Bands, eine eigenständige Plattform für Eigenständigkeit liebende Bands bieten, Netzwerke gründen und aufrecht erhalten und nicht zuletzt ein hohes Maß an Idealismus. Die beiden aktuellen Veröffentlichung des Labels spiegeln dann auch genau diese Haltung wieder. Da wären zunächst mal BOMBEE+ mit einem Album, das man schon alleine wegen des absolut genialen Titels „Beachboys Back from Anchorage" mögen muss. Auf solche Ideen kommt man wohl nur, wenn man sich wie die Herren De Flander, Roeder und ein junger Mann, genannt der Kaiser, eine Woche einsperrt und zehn Songs wachsen lässt, wo vorher noch keine waren. So klingt alles auch sehr frisch und spontan und obwohl lediglich Stimme, Gitarre und Cajon (peruanisches/kubanisches Percussioninstrument) zum Einsatz kommen, lassen die rein akustisch gehaltenen Songs nichts vermisst. Im Gegenteil: Erst durch diese Freiraum lassende Instrumentierung entfalten sie eine angenehme Tiefe, und vor allem wenn das Trio in Richtung Blues und Country im Cash'esken Stil schielt, kann das Ganze auch latent ins Rocken kommen. Insgesamt also ein recht eigenständige, leicht verstrahlte Platte, die mit sehr viel liebe zum Detail daher kommt. 11/15 Punkte
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